In bestimmten Fällen gibt es vor der Implantation einen anderen Eingriff, der Knochenaufbau. Die zahnmedizinische Technologie hat sich sehr viel entwickelt in den letzten Jahrzehnten. Heute stehen schon viele Methoden und Materialien den Spezialisten zur Verfügung, um diesen Eingriff mit möglichst weniger Unannehmlichkeiten erfolgreich durchzuführen.

Die Hauptpunkte unseres Artikels sind die folgenden:
- Wann ist der Knochenaufbau nötig?
- Die vier Arten von Knochenersatzmaterial
- Was ist das beste Knochenersatzmaterial?
- Wie kann man sich entscheiden?
Wann ist der Knochenaufbau nötig?
Zahnimplantate erfordern eine ausreichende Knochendichte im Kiefer. Knochentransplantation ist notwendig, wenn ein Patient Zahnimplantate gesetzt haben möchte, aber der Zahnarzt durch einer CAT- oder Panorama Röntgenaufnahme herausfindet, dass der Kieferknochen nicht über die erforderliche Dicke oder Qualität aufgrund von Knochenverlust verfügt. Knochenverlust kann durch Alterung oder einem über längere Zeit fehlenden Zahn verursacht werden. Knochenverlust kann auch durch einem Unfall, parodontale Zahnfleischerkrankung oder längeres Tragen von einer Prothese hervorkommen. Die Knochen um den fehlenden Zahn herum disponieren zum Knochenrückgang, sodass der Kieferknochen schrumpft. Aber ein Knochenaufbau macht eine Implantation möglich. Welche Knochenersatzmaterialien werden am häufigsten für den Kieferknochenaufbau angewendet?
Die vier Arten von Knochenersatzmaterial
Es gibt vier Arten von Knochenersatzmaterial: Autogenes, allogenes, xenogenes oder alloplastisches Knochenersatzmaterial.
Autogenes Knochenersatzmaterial
Einer der meist angewendeten Knochenaufbau-Techniken ist die autogene Transplantationsprozedur. Bei dieser Technik wird der Knochen von einem gewählten Spenderort geerntet oder entfernt – zum Beispiel die Hüfte. Die bevorzugte Quelle ist die Hüfte, da dieser Bereich reich im Knochenmark ist und somit genügend Knochensubstanz zur Verfügung steht. Diese Ernte wird dann von dem Setzen des Knochens in den Kieferknochen gefolgt. Der Kieferknochen wird mit Hilfe des transplantierten Knochens regeneriert. Ein Nachteil dieser Technik ist, dass zwei Operationen notwendig sind: Eine, um den Knochen zu ernten, und eine andere, um die Transplantation selbst durchzuführen. Aber auf der anderen Seite gibt es kaum ein Risiko, dass der geerntete Knochen vom Körper abgestoßen wird. Der Knochenaufbau mit Eigenknochen ist die sicherste Lösung, um die vollständige Heilung zu erreichen und die Abstoßungsgefahr zu verringern.

Allogenes Knochenersatzmaterial
Allogene Transplantation ähnelt der autogenen Transplantation. Ein menschlicher Spender stellt den Knochen zur Verfügung, anstatt einer Quelle vom eigenen Körper des Patienten. Spezialisierte Knochenbanken dienen diesem Zweck ähnlich wie Blutbanken, wo Knochenproben von Leuten gespendet wurden. Allotransplantation ist eine Option für Patienten, die eine autogene Transplantation nicht durchführen lassen möchten. Der Spender-Knochen wird gründlich sterilisiert und untersucht, bevor der Prozess der Transplantation eingeleitet wird, aber die Verknöcherung mit den eigenen Knochen kann langsamer sein. Die Eigenknochen werden mit Antibiotika und mit Ersatzmaterialien für die Verknöcherung behandelt.
Mit dem medizinischen Fortschritt* gewinnt die Knochentransplantation mit körpereigenem Zahnmaterial zunehmend an Bedeutung. Bei dieser Technik wird das Transplantatmaterial aus einem zu entfernenden Zahn gewonnen: Der extrahierte Zahn wird mithilfe eines sogenannten Zahntransformators zu sterilem, feinkörnigem Granulat verarbeitet und in derselben Sitzung implantiert.
*Aktualisiert 2026
Xenogenes Knochenersatzmaterial
Im xenogenen Verfahren ist die Quelle des Spender-Knochens ein Tier, das in den meisten Fällen eine Kuh ist. Den Patienten kann eventuell etwas mulmig werden, wenn sie daran denken, dass der Spender-Knochen von einem Tier geerntet wurde, aber der Knochen wird diversen Prüfungen unterzogen. Die Spezialisten legen natürlich besondere Aufmerksamkeit darauf, den Ersatzknochen streng zu überprüfen und zu desinfizieren.
Alloplastisches Knochenersatzmaterial
Das Knochenersatzmaterial ist in der alloplastischen Technik ein synthetisches Knochenersatzmaterial, das leicht verfügbar ist und die Notwendigkeit einer Spenderstelle eliminiert. Normalerweise ist das verwendete Knochenersatzmaterial eine Art von Calciumphosphat, da dies den natürlichen Knochen nachahmt und ein biologisch abbaubares Material ist, das sicher für den Körper verwendet werden kann. Diese Technik hat viele andere Vorteile, wie dass der Zahnarzt genau die richtige Menge an Knochenersatzmaterial benutzen kann, damit er erfolgreich die Knochentransplantation durchführen kann, und es keine Gefahr von Krankheitsübertragung besteht. Die Blutgruppenübereinstimmung zwischen Donor und Rezipient ist nicht notwendig. Vorteil des synthetischen Materials ist, dass es keine lebendigen Zellen beinhaltet, deshalb ist die Ausstoßungsgefahr gering. Der einzige Nachteil ist, dass der Körper im schlimmsten Fall das Knochenersatzmaterial ablehnen kann.
Was ist das beste Knochenersatzmaterial?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht – und wer Ihnen eine gibt, ohne vorher ein DVT-Bild gesehen zu haben, sollte Sie skeptisch machen. Ob autogenes, allogenes, xenogenes oder alloplastisches Knochenersatzmaterial eingesetzt wird, hängt von mehreren Faktoren ab: der Größe und Lage des Knochendefekts, dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten und – was viele vergessen – auch davon, ob ein Zahn ohnehin entfernt werden muss. Steht eine Extraktion an, lässt sich der gewonnene Zahn in manchen Fällen direkt als autogenes Dentintransplantat aufbereiten – Extraktion und Knochenaufbau in einer einzigen Sitzung, ohne separate Entnahmestelle. Das ist biologisch aktiv, vom Körper akzeptiert und für Zahntouristen besonders praktisch, weil es Reisen spart. Xenogene Materialien wie bovines Hydroxylapatit haben sich bei kleineren Defekten ebenfalls gut bewährt, alloplastische Materialien punkten durch ihre standardisierte Verfügbarkeit. Die ehrliche Antwort lautet: Das beste Knochenersatzmaterial ist das, das zur klinischen Situation passt – nicht das teuerste, nicht das bekannteste. Schicken Sie uns Ihr Panoramaröntgenbild, und wir sagen Ihnen konkret, welche Option für Ihren Fall sinnvoll ist. Lesen Sie mehr aus Heilungsprozess eines Kieferknochenaufbau
Wie kann man sich entscheiden?
Kurz gesagt, wir brauchen nicht, diese schwere Entscheidung allein zu treffen – sogar wir dürfen es nicht. Für die Knochenaufbaumethode entscheidet sich der Zahnarzt jedenfalls nach der Patientenbesprechung über seinen Zustand. Der Facharzt berücksichtigt alle wesentlichen Vorgeschichte und Gesundheitsfaktoren und macht viele physikalische Untersuchungen vor der Operation. Die im Artikel erwähnten Risiken und Vorteile können bei der Entscheidung helfen. Es gibt dennoch solche Patienten, die dem tierischen Donator oder dem künstlichen Material abgeneigt sind. Besprechen Sie es ohne weiteres mit Ihrem Arzt, er wird sicher die optimalste Lösung für Sie finden. Benötigen Sie einen Knochenaufbau? Senden Sie uns Ihre Panorama-Röntgenaufnahme zu und wir werden Ihnen den richtigen Behandlungsplan innerhalb von 24 Stunden erstellen.